Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Das ist das Motto jeder Bewerbung. Sie ist eine Visitenkarte und dazu gedacht, den bestmöglichen Eindruck beim gewünschten zukünftigen Arbeitgeber zu hinterlassen. Dazu genügt es leider nicht, dass Ihre Unterlagen grammatisch und orthografisch korrekt sind.

Der normale Bewerbungsprozess läuft bekanntlich so ab, dass ein Unternehmen eine Stelle in Stellenplattformen, auf der eigenen Webseite oder über Social Media ausschreibt. Die Bewerbungen werden dann von allen Bewerbern gesammelt. Wenn Sie diesem Prozess zuvorkommen, und sich bereits bewerben, bevor die Stelle ausgeschrieben wurde, haben Sie im Idealfall keine Mitbewerber.

Eine Blindbewerbung zeichnet sich also dadurch aus, dass sie ohne explizite Stellenausschreibung an ein Unternehmen geschickt wird. Das hat nicht nur für Sie Vorteile, sondern spart auch dem Unternehmen viel Zeit und Geld. Stellenanzeigen in Zeitungen und Onlineplattformen sind teuer und alle Bewerbungen zu sichten zeitaufwendig. Aber, damit eine solche Initiativbewerbung erfolgsversprechend sein kann, braucht es das richtige Vorgehen.

Vorgehen bei Initiativbewerbungen

ArchivWenn Sie eine Blindbewerbung planen, sollten Sie sich gründlich darauf vorbereiten. Sehen Sie sich das Unternehmen, dem Sie eine Initiativbewerbung senden wollen, genau an. Beginnen Sie bei der Webseite des Unternehmens. Viele KMUs stellen gerne das ganze Team vor. Dann können Sie sich genau überlegen, welche zusätzliche Position für Sie infrage kommt.

Ein Beispiel:
Wenn ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitern noch keinen eigenen Buchhalter hat, können Sie sich dort als Buchhalter bewerben und ausführen, was die Vorteile eines Inhouse-Buchhalters sind.

In vielen Handwerksbrachen, z.B. Gipser, Zimmerern und Maurer werden laufend gut qualifizierte Mitarbeiter gesucht. In diesen Brachen können Sie jederzeit eine Spontanbewerbung für Ihre Wunschposition senden.

Wie sollte eine Blindbewerbung aussehen?

Die Bewerbungsmappe wird bei einer Blindbewerbung nicht viel anders aussehen, als bei anderen Bewerbungsformen. Beim Anschreiben sollten Sie jedoch speziell darauf eingehen, weshalb Sie sich gerade bei diesem Unternehmen bewerben.

Streichen Sie die Vorteile für das Unternehmen heraus, die ein neuer Mitarbeiter bringt. Dank der modernen Technik ist es leicht und günstig eine Initiativbewerbung schnell an zahlreiche Unternehmen zu senden. Der Personalchef wird das sehr schnell erkennen und Ihre Bewerbung hat dann nur wenig Chance auf Erfolg.

Wenn Sie Ihre Initiativbewerbung an sehr viele Empfänger senden wollen, überlegen Sie sich eine Kurzbewerbung zu sendenden. Damit ist zwar klar, dass Sie mehrere Unternehmen anschreiben. Aber wenn klar ist, dass diese Kurzbewerbung dazu dient, sich zu erkundigen, ob es überhaupt Sinn macht eine vollständige Bewerbungsmappe zu senden, kommt das viel besser an und Sie haben gute Chancen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Tipps für die Blindbewerbung

Wie bei einer Bewerbung auf ein Stelleninserat sollten Sie bei einer Initiativbewerbung folgende 3 Tipps beachten:

  • Keine kostenlosen Muster verwenden
  • Senden sei ein professionelles Bewerbungsfotos mit
  • Senden Sie die Bewerbung als PDF per Mail

Daneben gibt es noch ein paar Besonderheiten, die bei Blindbewerbungen gelten.

Bei einer Blindbewerbung reichen als Unterlagen ein tabellarischer Lebenslauf (ein Foto kann hinzugefügt werden) und ein Bewerbungsschreiben aus. In der Bewerbung sollte darauf hingewiesen werden, dass bei Interesse gerne weitere Unterlagen zugesendet werden können.

Ein individueller und origineller Text weckt das Interesse des Unternehmens eher als ein Standardtext. Hinzu kommt, dass gerade bei einer Bewerbung per E-Mail platt formulierte Texte oft im Spam-Ordner landen.

Die Blindbewerbung eignet sich für weniger qualifizierte Tätigkeiten. Hierzu zählen Ferienjobs, Nebenjobs und Aushilfejobs. Bei einer Bewerbung für höher qualifizierte Tätigkeiten wie z.B. der Besetzung einer Führungsposition ist sie nicht zielführend.