Für die Gehaltsverhandlung beim Einstellungsgespräch ist die Vorbereitung das A und O. Gerade für Berufseinsteiger ist es schwierig ein gutes Ergebnis zu erzielen, da in der Regel kaum oder keine Vergleichswerte von anderen Firmen vorhanden sind. Deswegen sollten Sie sich bereits vor dem Einstellungsgespräch über Vergleichswerte informieren, um einen Anhaltspunkt zu haben. Außerdem sollten Sie sich eine Grenze setzen, die Sie nach harten Verhandlungen nicht unterschreiten wollen.

Bringen Sie geldwerte Vorteile ins Spiel
Wenn Ihr Gegenüber bereits an seinem Limit ist haben Sie oft die Möglichkeit noch einige Extras herauszuhandeln. Oft sind dies Firmenhandys oder Tablets. Doch je nach Position kann es sinnvoll sein über einen Firmenwagen zu sprechen oder eine Beteiligung an eventuellen Umzugskosten zu fordern.

Steigen Sie hoch ein und lassen Sie sich runterhandeln
Oft steigen Bewerber zu dicht an ihrem tatsächlichen Wunschgehalt ein. Nach kurzem verhandeln ist diese Summe dann bereits unterschritten. Fordern Sie deswegen lieber zu viel als zu wenig, denn wenn Ihr Gegenüber Sie für die Firma gewinnen möchte wird er wegen einem zu hohen ersten Angebot kaum das Gespräch beenden. Außerdem zeigt eine hohe Forderung, dass Sie sich Ihrer Qualität bewusst sind und Sie diese nicht unter Wert verkaufen möchten.

Verhandlungstechnik Anker setzen

Eine erfolgreiche Technik, die bei allen Verhandlungen funktioniert, bei denen es um Geld geht, ist das Anker setzen. Darum eignet es sich auch gut für Gehaltsverhandlungen. Rationell würden viele Menschen danken, dass dies nie funktioniert, doch zahlreiche Studien haben es bereits belegt.

Wenn Sie während einer Verhandlung, eine Zahl nennen, dann bildet diese einen Anker. Selbst wenn die Zahl nichts mit dem eigentlichen Verhandlungsgegenstand zu tun hat. Diese Verhandlungstechnik können Sie so einsetzen:

Werden Sie nach Ihren Gehaltsvorstellungen gefragt, bringen Sie eine völlig überhöhte Zahl ein, relativieren diese aber sofort. Ein Beispiel: Sie haben sich als Marketingassistentin beworben und der der Geschäftsführer hat bereits anklingen lassen, dass er Ihnen den Job gerne geben möchte. Nun fragt, was Sie gerne verdienen möchten. Sagen Sie: „Eine Freundin hat vor kurzem eine ähnliche Stelle in der Schweiz bekommen. Dort verdient sie 6.000 Franken im Monat. Natürlich weiss ich, dass wir nicht in der Schweiz sind und die Löhne hier viel niedriger sind, aber können Sie sich das vorstellen.“

Diese Zahl wird bei Ihrem Gesprächspartner wie ein Anker fungieren. Sie werden sehen, dass das der tatsächliche Abschluss um einiges höher sein wird. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Aussagen realistisch sind, damit diese Verhandlungstechnik besonders gut funktioniert.

Weitere Techniken, mit denen Du bei den Gehaltsverhandlungen mehr rausholst, lernst Du im Online Bewerbungstraining: