meeting-1002800_960_720Sie haben sich auf Stellenanzeige fürIhren Traumberuf beworben und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen? Mit Sicherheit taucht jetzt die Unsicherheit auf und die Frage, wie das perfekte Vorstellungsgespräch ablaufen sollte. Wir geben Ihnen wichtige Tipps und Informationen rund um das Thema.

Die richtige Garderobe wählen
In erster Linie sollten Sie sich vor dem Vorstellungsgespräch für die passende Garderobe entscheiden. Ihr Gegenüber macht sich beim Vorstellungsgespräch ein Bild von Ihnen und Ihr optisches Erscheinungsbild ist das Erste, was ihn ansprechen wird. Es sollte normal sein, dass die Schuhe und die Kleidung sauber und aufeinander abgestimmt sind. Die Haare und die Nägel sollten gepflegt sein. Genauso gepflegt wie Ihre Kleidung sollten die Bewerbungsunterlagen sein. Parfüm ist zwar gerne gesehen. Verwenden Sie es sparsam.

Alle Unterlagen parat haben
Wenn Sie die Bewerbungsunterlagen im Vorfeld an Ihren hoffentlich, baldigen Arbeitgeber geschickt haben sollten, ist es sinnvoll, diese nochmal als Kopie mitzunehmen. Sie hinterlassen einen ordentlichen und gewissenhaften Eindruck. Zusätzliche Dokumente sollten nicht eingereicht werden, außer es wurde explizit gefordert. Es kann der Anschein erweckt werden, dass die Unterlagen bei der eigentlichen Bewerbung vergessen wurden.

Das Vorstellungsgespräch zu Hause üben
Bitten Sie Ihren einen Partner, mit Ihnen ein Bewerbungsgespräch durchzugehen. Sinnvoll ist es, wenn er Ihnen ein paar Fragen stellt, die auftauchen können. Es bereitet Sie bestens auf die Situation vor und Sie können sich hineinversetzen. Haben Sie keine Scheu, Ihre Schwächen zu nennen und denken Sie daran, Ihre Stärken zu betonen. Im persönlichen Bewerbungscoaching haben werden Sie die Bewebungssituation mit dem Coach mehrfach durchspielen.

Pünktlich sein
Da Sie bei dem Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck hinterlassen möchten, ist es sinnvoll, nicht rechtzeitig zu erscheinen. Versuchen Sie lieber, 10 Minuten vor dem Termin da zu sein. Viel früher dort zu sein, wird nicht empfohlen. Sie müssen unnötig lang warten und können nervös werden.

Nicht von der Konkurrenz verunsichern lassen
Es lässt sich nicht vermeiden, mit den anderen Bewerbern im Wartebereich zu sitzen und mit ihnen in Kontakt zu kommen. Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn Sie von deren Qualifikationen hören. Sie mögen annehmen, dass die Konkurrenz durch die Qualifikation geeigneter für den Beruf ist. Diese Meinung muss der anwärtende, zukünftige Chef nicht vertreten und kann anderer Ansicht sein.

Wünsche und Vorstellungen erwähnen
Bedenken Sie, dass Sie sich nicht alleine um die Stelle bewerben. Das Unternehmen versucht Sie, für sich als guten und qualifizierten Arbeiter zu gewinnen. Werden Sie am Abschluss nach Fragen Ihrerseits gefragt, sollte hier eine Frage von Ihnen gestellt werden. Gerne dürfen Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen erwähnen.

Authentisch bleiben
Ein Bewerbungsgespräch sollte ein Dialog sein und nicht in einem Frage- und Antwortspiel enden. Eine gute Vorbereitung ist wichtig. Informieren Sie sich zu Hause über das Unternehmen und seine Geschichte. Es kann sein, dass Sie aufgefordert werden, was über sich zu erzählen. Üben Sie solch ein Gespräch ein. Achten Sie auf gute Umgangsformen und drücken Sie sich gewählt aus. Kauen Sie auf keinen Kaugummis oder Ählichem während dem Gespräch.

Beachten Sie die oben genannten Punkte, haben Sie gute Chancen, ein perfektes Bewerbungsgespräch zu meistern.

Der erste Eindruck entscheidet

Sicherlich haben Sie das schon sehr oft gehört oder gelesen. Aber es ist wirklich so. Gerade in einem Bewerbungsgespräch ist es enorm wichtig, in den ersten Sekunden einen positiven ersten Eindruck zu erwecken. Genau dabei möchte ich Ihnen jetzt helfen:

In die Augen schauen

Vielleicht ist Angst etwas übertrieben, aber viele Bewerber haben doch ziemlich Respekt vor dem Gegenüber beim Vorstellungsgespräch. In grösseren und bekannteren Firmen beobachtet man das noch häufiger, wenn jemand aus dem Vorstand oder sogar der CEO am Vorstellungsgespräch teilnimmt. Es ist total verständlich, dass man als Bewerber nervös ist und da liegt es in unserer Natur, dass wir eher nach unten schauen, zur Seite – einfach den direkten Augenkontakt scheuen.
Aber genau dieser ist enorm wichtig und dass können und müssen wir üben. Schaun Sie Ihrem Gegenüber direkt in die Augen. Wenn mehre Gesprächspartner am Tisch sitzen, wechseln Sie ab am besten schauen Sie denjenigen an, der eine Frage gestellt hat.

Lächeln

Das Wichtigste, was Sie in dieser Lektion lernen sollten, ist lächeln – von der ersten Sekunde an. Übertreiben Sie es nicht, aber vermitteln Sie mit einem freundlichen und natürlichen lächeln Ihrem Gegenüber, dass Sie aufgeschlossen überzeugt und offen sind. Die ersten 7 Sekunden sind so wichtig für einen bleibenden positiven Eindruck, und wenn wir hier etwas falsch machen, ist das nur sehr schwer wieder wettzumachen.
Üben Sie das doch einmal vor dem Spiegel, oder noch besser vor der Kamera. Am Besten überlegen Sie sich dazu einen wunderbaren Einstigessatz.
Üben Sie es ein paar Mal. Sie werden sehen, wie Sie immer souveräner werden. Das kommt in jedem Bewerbungsgespräch hervorragend and.

Arm und Beinhaltung

Die Arme sind ein wichtiger Teil der Körpersprache.
Spielen Sie nicht mit einem Kugelschreiber oder etwas anderem. Auch wenn es uns nicht bewusst ist, senden wir unserem Gegenüber damit Signale, die über unsere Gefühlswelt Auskunft geben.

Meistens werden die Beine unter dem Tisch sein. So denken viele vermutlich, dass es nicht so wichtig ist, wie man die Beine beim Sitzen platziert. Aber das täuscht. Die Haltung überträgt sich auf den ganzen Körper und unsere Körpersprache verrät so vieles. Darum solltest Du auch deine Beine geschickt und überlegt platzieren. Streck Deine Beine nicht zu sehr nach aussen und überkreuze sie nicht!

Beine überkreuezen
So bitte auch nicht
Beine überkreuezen
So bitte auch nicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Beine zu weit anzuwinkeln ist ebenfalls nicht ideal. Das vermittelt einen zurückhaltenden, ängstlichen oder unsicheren Eindruck.

Auch nicht ideal
Auch nicht ideal

Idealerweise stehest Du mit beiden Füssen fest auf dem Boden und hast sie im 90 Grad Winkel angezogen – also weder zu dir eingezogen oder zu sehr nach aussen gestreckt.

Beine positioneren
So sollten die Beine positioniert werden

Achte während des Gesprächs darauf, nicht nervös mit dem Fuss zu zittern. Das merkt das Gegenüber und für viele ist es extrem störend.

Bei einer Bewerbungsgespräch-Simulation im Rahmen des Bewerbungstrainings werden wir das gezielt üben und du bekommst ein Feedback von uns.

Assessment Center statt Vorstellungsgespräch?

Ein Assessment Center ist ein Personalauswahlverfahren bestehend aus einem Gremium mit in der Regel ranghohen Mitarbeitern des Unternehmens und speziell geschulten Psychologen aus dem Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie im Rahmen eines Bewerbungsprozesses.

Das Verfahren dient dazu, beim Bewerber Kompetenzen wie z.B. soziale und fachliche Kompetenz zu prüfen. Vor der Kommission müssen in einer Prüfungssituation Aufgaben wie z.B. eine Gruppendiskussion zu einem politischen Thema und Vorträge zu einem Produkt des Unternehmens gelöst werden.

Grundvoraussetzungen sind ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild und ausreichend Schlaf, um sich angemessen konzentrieren zu können. Stellt das Unternehmen keine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung, bietet es sich bei einer weiteren Anfahrt an, ein Hotelzimmer zu mieten, um unnötigen Stress zu vermeiden.

Eine gute Allgemeinbildung und umfassende Kenntnisse über das Unternehmen und seine Produkte sind ein Muss. Es empfiehlt sich, früh mit der Vorbereitung zu beginnen, um sich das nötige Wissen anzueignen.

Gruppendiskussionen und Vorträge lassen sich gut mit Freunden und Bekannten üben. Bei großem Übungsbedarf gibt es darüber hinaus ein breites Angebot an Coaches, die Bewerber auf die Prüfungssituation vorbereiten.

Für schriftliche Tests wie Intelligenztests ist Fach- und Übungsliteratur in großer Zahl erhältlich.

Das mit Abstand wichtigste ist es, so viel Zeit wie möglich für die Vorbereitung einzuplanen und viel zu üben.